Emerging Markets vor dem Comeback? Warum sich der Blick weiten sollte

Während die großen US-Technologiewerte nach der KI-Euphorie mit Bewertungsfragen kämpfen, zeichnet sich an anderer Stelle eine bemerkenswerte Verschiebung ab. Schwellenländerindizes laufen dem S&P 500 zunehmend davon, EM-Währungen stabilisieren sich, und in Asien entstehen die physischen Grundlagen der KI-Revolution – in Rechenzentren, Chipfabriken und Infrastrukturprojekten.

Gleichzeitig profitieren Rohstoffländer von steigender Nachfrage nach Kupfer, Nickel und Industriemetallen. Reformprogramme in Saudi-Arabien, eine „China+1“-Strategie vieler Konzerne zugunsten Vietnams sowie robuste Kapitalmärkte in Südkorea verändern das Bild.

Nach Jahren der Underperformance könnte sich das Kräfteverhältnis drehen.

Core & Satellite: Struktur statt Bauchgefühl

Statt pauschal auf einen klassischen EM-Index zu setzen, analysieren wir in der aktuellen Ausgabe des Berencker ETF-Reports eine differenzierte Struktur:

  • Ein breiter Emerging-Markets-Baustein ohne China
  • Eine gezielte China-Allokation über Small- und Midcaps
  • Satelliten in Saudi-Arabien, Südkorea und Vietnam

Damit lässt sich das China-Gewicht aktiv steuern – statt es dem Index zu überlassen.

Anpassungen im Update-Bereich

Nicht jede Story bleibt intakt:

Beim WisdomTree Carbon ETC empfehlen wir angesichts politischer Eingriffe und hoher Volatilität den Ausstieg.

Oil Services hingegen bleiben trotz schwächerem Ölpreis im Investitionszyklus gefragt – hier halten wir an der positiven Einschätzung fest.

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