Ohne Seltene Erden steht die Welt still. Elektromotoren, Windräder, Militärtechnik, Smartphones – all das wäre ohne Metalle wie Neodym, Dysprosium oder Praseodym kaum denkbar. Die Elemente, die zur Gruppe der sogenannten „Seltenen Erden“ gehören, sind für viele grüne Technologien und digitale Innovationen unverzichtbar. Doch die globale Abhängigkeit von wenigen Förderländern – allen voran China – birgt geopolitische Risiken.
Peking kontrolliert mehr als 80 % der weltweiten Produktion und hat in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Exportbeschränkungen reagiert, wenn es politisch opportun war. In den USA, Europa und Australien sind in den letzten Jahren diverse Initiativen entstanden, um diese Abhängigkeit zu reduzieren – unter anderem durch den Aufbau eigener Lieferketten und Recyclingstrukturen. Dennoch: Bis neue Projekte wirtschaftlich arbeiten, vergehen Jahre.
Anleger, die vom langfristigen Nachfragetrend bei Seltenen Erden und strategischen Metallen profitieren möchten, können dies über den folgenden ETF tun:
🔹 VanEck Rare Earth and Strategic Metals UCITS ETF (ISIN: IE0002PG6CA6)
Der ETF bildet den MVIS Global Rare Earth/Strategic Metals Index physisch ab und enthält derzeit 21 Unternehmen. Die größten Positionen sind MP Materials (USA), Lynas Rare Earths (Australien) und China Northern Rare Earth Group. Neben klassischen Seltenen Erden sind auch Produzenten strategischer Metalle wie Lithium, Kobalt oder Molybdän enthalten. Die Erträge werden thesauriert, die laufenden Kosten betragen 0,59 % p.a. Das Fondsvolumen liegt bei rund 162 Mio. Euro.
📈 In den letzten zwölf Monaten konnte der ETF eine positive Entwicklung verzeichnen – auch dank der gestiegenen politischen Aufmerksamkeit für Lieferketten und kritische Rohstoffe. Trotzdem bleibt der Markt volatil und stark von regulatorischen Eingriffen beeinflusst.
📌 Eine fundierte Bewertung, ob dieser ETF ins Depot passt und wie hoch er gewichtet werden sollte, finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Bernecker ETF-Reports.